Camping-Boom in Deutschland treibt Preise in die Höhe

Rekordzahlen auf Deutschlands Campingplätzen

Camping in Deutschland erlebt einen nie dagewesenen Aufschwung: Mit 42,9 Millionen Übernachtungen im Jahr 2024 wurde ein neuer Höchstwert erreicht, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Damit stieg die Zahl der Campingübernachtungen um 1,4 Prozent im Vergleich zu 2023 (42,3 Millionen) – und sogar um fast 20 Prozent mehr als im Vor-Corona-Jahr 2019.

Camping-Boom in Deutschland

Die Entwicklung ist beeindruckend: Innerhalb von zwei Jahrzehnten hat sich die Zahl der Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen verdoppelt. Während es 2004 noch rund 21,4 Millionen Übernachtungen waren, boomt das Camping heute mehr denn je.

Nachfrage treibt die Preise – Camping wird teurer

Der anhaltende Camping-Trend bleibt nicht ohne Folgen für den Geldbeutel. Laut dem Statistischen Bundesamt sind die Preise für Übernachtungen auf Campingplätzen in den letzten Jahren deutlich gestiegen – und zwar stärker als die allgemeine Teuerung bei Unterkünften.

  • Wohnmobilstellplätze: +27,7 % im Vergleich zu 2020
  • Campingplatzgebühren: +24,6 %
  • Gesamte Unterkunftspreise: +23,1 %
  • Allgemeine Verbraucherpreise: +19,3 %

Für viele Camper bedeutet das: Mehr Nachfrage = höhere Preise. Dennoch bleibt das Campen im Vergleich zu Hotels oder Ferienwohnungen oft die günstigere und naturnähere Alternative – vor allem für Familien und Outdoor-Fans.

Wird 2025 ein weiteres Rekordjahr für Camper?

Die Zeichen stehen gut: Auch für 2025 rechnet der Bundesverband der Campingwirtschaft in Deutschland (BVCD) mit einem weiteren Anstieg. Geschäftsführer Frank Schaal ist optimistisch:

„Ich gehe mal davon aus, dass wir mindestens das Ergebnis vom letzten Jahr erreichen – wahrscheinlich ein bisschen mehr.“

Damit bleibt Camping eine der beliebtesten Urlaubsformen der Deutschen – und die Branche blickt zuversichtlich in die Zukunft.

Beliebte Campingregionen: Ostsee, Nordsee und Schwarzwald vorne

Was die Reiseziele angeht, bleibt das Ranking der Favoriten stabil. Besonders gefragt waren 2024 folgende Regionen:

  1. Schleswig-holsteinische Ostseeküste – 3,4 Mio. Übernachtungen
  2. Schwarzwald – 2,6 Mio.
  3. Niedersächsische Nordseeküste – 1,9 Mio.
  4. Bayerisches Allgäu – knapp 1,8 Mio.

Vor allem ausländische Gäste zieht es in den Süden und Südwesten Deutschlands. Top-Destinationen sind der Schwarzwald, die Mosel-Saar-Region, die Eifel, Bodensee-Oberschwaben und das Allgäu.

Fazit: Camping bleibt im Höhenflug – mit Schattenseiten

Camping ist schon lange kein kurzfristiger Trend mehr, sondern hat sich über die vergangenen Jahrzehnte dauerhaft als beliebte Urlaubsform etabliert. Mit jährlich steigenden Übernachtungszahlen beweist sich der Campingurlaub als flexible, naturnahe und familienfreundliche Alternative zu klassischen Reiseformen. Doch der Boom hat seinen Preis: Höhere Gebühren und knapper werdende Stellplätze könnten die Spontaneität, die viele am Camping schätzen, einschränken. Wer 2025 auf Nummer sicher gehen will, sollte frühzeitig planen – und sich auf ein weiterhin stark nachgefragtes Campingjahr einstellen.

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