Vergiss Italien & Kroatien: Das ist Europas wahres Camper-Paradies!
Wenn du deinen nächsten Trip mit dem Wohnmobil oder Camper planst, denkst du vermutlich als Erstes an die sonnigen Strände in Italien oder Kroatien. Doch Hand aufs Herz: Hast du dir in letzter Zeit mal die Platzpreise dort angeschaut? Camping boomt extrem – und mit der Beliebtheit sind leider auch die Übernachtungskosten spürbar geklettert.
Zum Glück musst du für einen traumhaften Roadtrip keineswegs automatisch an die überlaufenen Mittelmeerküsten fahren. Ein aktuelles Europa-Ranking von TUI zeigt überraschende Alternativen auf, die bei den Gesamtkosten, der Natur und der Infrastruktur extrem stark abschneiden.
Das TUI-Ranking: Wer dominiert Europas Camping-Szene?
Für den umfassenden Ländervergleich wurden verschiedenste Kriterien analysiert. Es ging nicht nur um die reinen Campinggebühren, sondern um das Gesamtpaket aus:
- Übernachtungs- & Stellplatzkosten
- Preisen für Gastronomie, Essen und Getränke
- Verkehr- und Anreisekosten (z. B. Spritpreise, Maut)
- Natur, Klima, Kultur und Freizeitangeboten
Das Ergebnis lässt so manchen Camping-Veteran staunen: Weder Italien noch Kroatien sichern sich die Krone!
Die Top 3 Camping-Länder Europas im Überblick:
- 🥇Albanien – Unschlagbarer Preissieger für Sparfüchse
- 🥈Polen – Das perfekte Allround-Paket aus Natur & Infrastruktur
- 🥉Deutschland – Riesige Auswahl & top Infrastruktur
Platz 1: Albanien – Der Preis-Leistungs-Kracher für Entdecker
Albanien schnappt sich den ersten Platz im Ranking – und das verdankt das Balkanland vor allem seinen unschlagbar günstigen Preisen. Wenn du dein Budget schonen willst, bist du hier genau richtig: Im Schnitt zahlst du auf albanischen Campingplätzen weniger als 20 Euro pro Nacht.
Auch die Ausgaben abseits des Stellplatzes bleiben extrem überschaubar. Ob Restaurantbesuch, Einkäufe oder lokale Mobilität – dein Geld reicht in Albanien deutlich weiter als in Westeuropa. Allerdings solltest du ein wenig Abenteuerlust mitbringen: Bei der klassischen Infrastruktur kann das Land noch nicht ganz mit den etablierten Camping-Nationen mithalten. Dennoch reicht das überragende Preis-Leistungs-Verhältnis verdient für Platz 1.
Platz 2: Polen – Der ausgewogene Geheimtipp
Den zweiten Rang sichert sich unser Nachbarland Polen. Polen glänzt nicht durch einen einzelnen Extremwert, sondern überzeugt durch ein extrem ausgewogenes Gesamtkonzept. Hier triffst du auf eine starke Mischung aus fairen Kosten, moderner Infrastruktur und beeindruckender Natur.
Egal ob du mit dem Van durch die Masuren tourst oder die Ostseeküste erkundest: Polen bietet eine großartige und oft unterschätzte Alternative zu den teuren Urlaubsregionen Südeuropas.
Platz 3: Deutschland – Heimspiel mit riesiger Auswahl
Auch Deutschland schafft den Sprung aufs Treppchen. Punktesieger ist das Land vor allem bei der enormen Dichte an Stellplätzen, den exzellenten Gästebewertungen sowie dem gigantischen Kultur- und Freizeitangebot.
Weitere Top-Reiseziele im Check:
- Spanien: Punktet mit vergleichsweise günstigen Kraftstoffpreisen und besitzt laut Studie sogar das am besten ausgebaute Autobahnnetz Europas (sogar vor Deutschland!).
- Schweden & Frankreich: Schneiden ebenfalls sehr gut ab, zeigen jedoch stärkere Unterschiede bei einzelnen Unterkriterien.
- Italien & Kroatien: Enttäuschen im Ranking. Gemessen an den lokalen Hotelpreisen zählen sie inzwischen zu den teuersten Camping-Reisezielen Europas.
Heimaturlaub boomt: Rekordzahlen auf deutschen Campingplätzen
Dass Campen im eigenen Land absolut im Trend liegt, belegen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis):
- 44,7 Millionen Übernachtungen: Dieser historische Höchststand wurde 2025 auf deutschen Campingplätzen registriert.
- +4,2 % Zuwachs: So stark stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr an.
- +24,9 % Anstieg: Verglichen mit dem Vor-Corona-Jahr 2019 verzeichnet das Segment ein massives Plus.
Besonders beliebt bei deutschen Campern ist die schleswig-holsteinische Ostseeküste – sie war auch 2025 das gefragteste Ziel im Land. Ausländische Gäste hingegen zog es am häufigsten in den idyllischen Schwarzwald.
Camping wird beliebter – aber leider auch immer teurer
Der anhaltende Boom hat allerdings eine Kehrseite: Die Übernachtungspreise auf Stell- und Campingplätzen sind in den letzten Jahren kräftig angezogen. Laut Destatis stiegen die Kosten für Campingurlaub seit 2020 sogar schneller als im gesamten restlichen Beherbergungsgewerbe!
| Kategorie | Preisanstieg (2020 bis 2025) |
| Wohnmobilstellplätze | +32,2 % |
| Campingplatz-Gebühren | +28,7 % |
| Übernachtungen insgesamt (alle Unterkünfte) | +26,9 % |
| Allgemeine Verbraucherpreise (Inflation) | +21,9 % |
Diese Zahlen machen klar, warum ein Blick auf preiswerte Alternativen wie Albanien oder Polen heute wichtiger ist denn je. Wer beim Reisen klug vergleicht, schont die Urlaubskasse, ohne auf traumhafte Natur und Abenteuer verzichten zu müssen!
Bild: KI generiert
