Tschüss Hitze, hallo Norden: Warum wir beim Camping umdenken
Hand aufs Herz: Wer im Hochsommer schon mal bei 40 Grad im Schatten versucht hat, im Wohnmobil zu schlafen, weiß, warum sich auf Europas Campingplätzen gerade gewaltig etwas verschiebt. Wie aktuelle Buchungsdaten des Campingportals PiNCAMP zeigen, sorgen steigende Temperaturen, heftige Hitzewellen und die knackigen Preise im Süden für ein echtes Umdenken. Der Trend geht ganz klar zur „Coolcation“: Im Juli und August flüchten immer mehr Camper in den kühleren Norden, während der geliebte Süden eher zum Sehnsuchtsziel für die Nebensaison wird.
Der Norden boomt: Skandinavien ist das neue Sommer-Eldorado
Die Sehnsucht nach einer frischen Brise spiegelt sich knallhart in der Statistik wider. Vor allem Nord- und Mitteleuropa erleben einen echten Run:
- Das Skandinavien-Plus: Dänemark, Schweden und Norwegen verzeichnen im Juli und August zusammen 15 Prozent mehr Buchungen als im Vorjahr. Schaut man sich den Trend seit 2023 an, wird es fast schwindelig: Ein fettes Plus von 68 Prozent bei der Sommernachfrage!
- Die Nachbarn ziehen nach: Auch Mitteleuropa profitiert vom Hitzeflüchter-Trend. Die Niederlande legen um 22 Prozent zu, und auch Deutschland freut sich über 10 Prozent mehr Buchungen in der Hauptsaison.
Immer mehr Camper wählen ihr Ziel im Sommer eben ganz bewusst nach dem Thermometer aus.
Keine Panik: Der Süden bleibt – wandert aber im Kalender nach hinten
Heißt das jetzt, wir kehren Frankreich, Italien, Spanien, Kroatien und Portugal den Rücken? Absolut nicht! Der Süden stirbt nicht aus, er erfindet sich nur gerade neu. Mit satten 67 Prozent des gesamten Buchungsvolumens bleiben diese Länder die unangefochtenen Spitzenreiter.
Der Unterschied zu früher: Statt sich im Juli und August durchzuglühen, weichen viele Camper auf die Randmonate aus. Südeuropa mausert sich damit im Eiltempo zum attraktiven Ganzjahresziel – was den Ländern in der Nebensaison ein stolzes Plus von bis zu 18 Prozent beschert.
Das liebe Geld: Wo der Urlaub noch bezahlbar bleibt
Neben dem Wetter spielt natürlich auch das Budget eine Hauptrolle bei der Routenplanung. Und da müssen wir ehrlich sein: Die Preisunterschiede in der Hochsaison sind eine Ansage. Wenn eine Familie pro Nacht kalkuliert, sieht die Statistik so aus:
| Destination | Kosten pro Nacht (Schnitt / Hauptsaison) |
| Kroatien | 73 Euro |
| Italien | 63 Euro |
| Spanien | 58 Euro |
| Deutschland | 41 Euro |
| Schweden | 40 Euro |
| Norwegen | 38 Euro |
Mein Fazit: Bei fast der Hälfte der Übernachtungskosten im Vergleich zu Kroatien und angenehmen 22 Grad tagsüber ist es kein Wunder, dass Schweden und Co. den klassischen Strandzielen im Sommer gerade den Rang ablaufen. Die Camping-Karte wird neu gemischt!
Bild KI generiert
